Weibliche Lebensrealitäten mit ADHS: Späte Diagnosen und ihre Bedeutung
„Heutzutage hat doch jeder ADHS.“ – Während ADHS besonders bei weiblichen Betroffenen häufig als „Trenddiagnose“ abgetan wird, zeigt sich gleichzeitig, dass die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) für viele Frauen ein neuer Zugang zum Verständnis ihrer bisherigen Erfahrungen sein kann. Auffällig ist dabei, dass Frauen häufig erst im Erwachsenenalter und im Durchschnitt deutlich später diagnostiziert werden als Männer.
Was bedeutet es, erst so spät eine ADHS-Diagnose zu erhalten? Dieser Frage widmet sich der Vortrag auf Basis einer Bachelorarbeit sowie persönlicher Erfahrungen als spät diagnostizierte Frau. Ergänzt durch Einblicke aus Interviews mit weiteren Betroffenen entsteht ein vielschichtiges Bild weiblicher Lebensrealitäten mit ADHS.
Der Vortrag verbindet wissenschaftliche Einordnung mit persönlichen Perspektiven und lädt im Anschluss zum offenen Austausch ein. Eingeladen sind insbesondere Frauen*, die sich lange nicht gesehen gefühlt haben, spät diagnostiziert wurden oder sich noch im Prozess der Einordnung befinden – ebenso wie alle weiteren interessierten Personen.
Hochschule Nordhausen
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